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Eines Morgens im
Sommer, da war es um mich geschehen, |
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ich hatte in der Zeitung eine eher seltene Anzeige gesehen.
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Kleine Frettchen, sechs Wochen alt, mit besonderen Gaben. |
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Ruft doch diese Nummer an, schon könnt ihr welche haben. |
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Wirklich lange habe
ich überlegt, ob es denn richtig wär, |
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wo nehme ich denn
den geeigneten Platz für die Tiere her. |
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Hin und her habe
ich den ganzen Tag gegrübelt, |
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die Hausarbeit nur
schleppend ging, keiner hat's verübelt. |
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Ich rief dann schließlich, vor Spannung zitternd, bei dieser Nummer
an, |
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ob man denn so ein kleines Frettchen auch wirklich noch haben kann. |
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Ließ mir alles haargenau von der Züchterin der Frettchen erzählen. |
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"Kommen sie ruhig am Wochenende, noch können sie selber wählen."
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An einem Sonnabend fuhr die Familie los, um die Frettchen sich zu
holen. |
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Was sie nicht fanden, waren die Tiere, heimwärts ging's auf leisen
Sohlen. |
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Doch gleich am nächsten Morgen fuhren die vier schon wieder los, |
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und die Freude, als man die Frettchen fand, war natürlich
riesengroß! |
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Gesund, dies muss man wahrlich sagen, sahen beide Frettchen gar
nicht aus, |
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trotzdem nahmen wir die fast verhungerten, dreckigen Tiere mit nach
Haus. |
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Nach Haus ging's dann in schneller Fahrt, ein Lied man auf den
Lippen hatte. |
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Dort wurden die Frettchen gewaschen, nun sahen sie flaumig aus wie
Watte. |
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Natürlich bekamen
die beiden auch einen Namen, das ist wohl jedem klar. |
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Betty und Barny
heißen die Racker und das nun schon seit fast fünf Jahr. |
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Erst dachten wir,
sie würden nicht überleben, so fertig sahen die Beiden aus. |
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Doch wir holten uns
einfach fachmännische Hilfe in unser bescheidenes Haus. |
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Nach vielen bangen
Wochen wurden sie gesund, wir haben uns darüber gefreut. |
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Und den Kauf von
zwei Frettchen haben wir absolut keinen einzigen Tag bereut. |
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Stellen zwar bei
jeder Gelegenheit das Haus auf den Kopf, den Garten und so. |
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Trotzdem
ist die Familie über ihre Anwesenheit und ihre Späße echt froh. |
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Viele Jahre wohnen wir mit Betty und Barny zusammen, haben mit ihnen
geweint und auch gelacht. |
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Doch für mich ist
das Schönste an dem Ganzen, ich habe ein Buch aus unseren
Erlebnissen gemacht. |
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Ich wünsche mir
sehr, irgendein Verlag würde es in hoher Stückzahl verlegen.
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So hätten
nämlich, außer mir, viele was von dem tierisch-menschlichen Erleben. |
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Kleiner
Nachtrag: |
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Es ist
geschafft, wir glauben es kaum, |
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Uns gibt
es jetzt als Buch, dies ist kein Traum!!! |
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Und weil wir
zwei "wilde" Rabauken waren, |
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schrieb
Frauchen weiter an unseren Memoiren. |
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Inzwischen ist unser Leben in einem zweiten Buch erfasst, |
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wir hoffen, dass Euch
das Lesen wieder Freude macht. |
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| Wir
werden Euch nie vergessen Betty und Barny. Stets werdet Ihr
Euren Platz in unserem Herzen haben!!! |
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