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Frettchen weisen erst sehr spät und nur spärliche
Krankheitssymptome auf. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr euer Tier
genau beobachtet. Die meisten Besitzer von Frettchen bemerken es
aber recht bald, wenn ihren Tieren irgendetwas fehlt. Es benimmt
sich dann nämlich irgendwie ganz anders als sonst. Also Augen auf
im Umgang mit Euren Tieren!!! |
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Folgende
Gesichtspunkte sollen bei der Einschätzung helfen:
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Körpertemperatur:
Die normale Körpertemperatur beim Frettchen liegt bei 38 - 39 Grad
Celsius. Bei einer Temperatur die über oder unter dem normalen Wert
liegt, sollte das Frettchen einem Tierarzt vorgestellt werden.
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Körpergewicht:
Es gibt im Laufe des Jahres natürliche Schwankungen beim
Körpergewicht, wobei eine Gewichtszunahme im Herbst und eine
Gewichtsabnahme im Frühjahr um ca. 30 % absolut normal sind. Aber
eine schnelle Gewichtsabnahme oder auch Zunahme sollte vom Halter
nicht ignoriert werden. |
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Fressunlust:
Krankheitsanzeichen können zum Beispiel Fressunlust sein. Wenn
sogar die Leckerbissen von Eurem Frettchen verschmäht werden,
solltet Ihr der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Es kann sich
nämlich auch ein Fremdkörper im Inneren des Tieres festgesetzt
haben. Das habe ich schon bei unserer Fähe Betty erlebt, wo sich
ein Knochensplitter im Maul festgesetzt hatte.
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Aktivität:
Es gibt da keine Faustregeln. Das kann der Besitzer selbst am
Allerbesten einschätzen. Denn, wie auch bei uns Menschen gibt es
Frettchen, die weniger aktiv sind, als ihre Artgenossen. Solch ein
Frettchen war z.B. unser Rufus. Seine Bewegungsunlust ist
wirklich nur Bequemlichkeit. |
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Kot:
Weist der Kot Eures Frettchen irgendeine Veränderung auf, wie
dünnbreiig, stärker stinkend als sonst oder auch eine farbliche
Veränderung, so können dies schon die ersten Krankheitsanzeichen
sein. |
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Fell:
Auch offensichtliche Veränderungen des Fells, wie struppig
aussehend, glanzloses Erscheinen, Fellausfall können auf eine
Erkrankung des Frettchen hinweisen. |
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Weitere
Krankheitsanzeichen sind:
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Husten oder
Schweratmigkeit, entzündete und verklebte Augen, Kratzen an den
Ohren, eitriger Ausfluss an den Geschlechtsorganen, schuppige Haut
weisen auf eine Krankheit hin. Sowie Durchfall (mit Blut versetzt) und häufiges Erbrechen. Eine verkrampfte Körperhaltung und
humpeln darf von Euch Frettchenbesitzern nicht außer acht gelassen
werden. Sollte also Euer Frettchen ein oben angeführtes Anzeichen
einer Krankheit zeigen, sucht bitte in jedem Fall einen Tierarzt
auf!!!! |
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Leider gibt
es viele Tierärzte, die wenig oder gar keine Erfahrung mit
Frettchen haben. So sind schon die verblüffendsten und
haarsträubendsten Kunstfehler vorgekommen. Erkundigt Euch deshalb
bitte vorher bei Eurem Tierarzt, ob er Erfahrungen bei der
Behandlung von Frettchen hat.
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Wenn Ihr
Euer Frettchen verhaltensgerecht und hygienisch (nicht steril)
unterbringt und es artgerecht ernährt, wird es von Krankheiten
weit gehend verschont bleiben. Trotzdem ist noch einiges zur
Vorsorge zu tun, wie zum Beispiel wichtige Impfungen. |
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Parasiten die bei unseren Frettchen auftreten können: |
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Ohrmilben: Das
Frettchen schießt "wie von einer Tarantel gestochen" aus dem Schlaf hoch
und kratzt sich am Ohr. Dies haben sehr viele Frettchen. Sie haben dann
dunkelbraunes Sekret in den Ohren.
Behandlung mit Salbe oder
Injektion, zu erhalten beim Tierarzt. |
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Flöhe:
Hier gibt es spezielles Shampoo
oder Puder. Falls der Verdacht besteht, sollten die Tücher im Käfig alle
2-3 Tage ausgewechselt und gewaschen werden. Auch die beliebtesten
Aufenthaltsorte in der Wohnung sollten gereinigt werden.
Flohhalsbänder sind nicht zu empfehlen, da sich die kleinen Racker daran
aufhängen könnten. |
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Zecken: Kennt ja sicher auch jeder
Tierbesitzer. Einfach die Zecken mit einer Zeckenzange abzupfen. Bei
sehr starkem Befall kann eine Injektion weiterhelfen. |
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Haarlinge: Hier reicht ein schönes
Bad mit Shampoo aus.
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Darmparasiten: Kommt bei Frettchen sehr selten
vor. Symptome sind zum Beispiel ständig wiederkehrender Durchfall oder
Gewichtsverlust trotz gutem Appetits. Jungtiere sollten auf jedem Fall
einmal entwurmt werden. |
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Schnupfen: Bei stark schwankenden
Temperaturen (Frühling, Herbst) neigen Frettchen zum Schnupfen -sie
niesen, haben eventuell tränende Augen und wässrigen Nasenausfluss. In
einem leichten Fall reicht das Verabreichen von Medikamenten, wie z.B. Contramutan N o.ä., welches in der Apotheke zu haben ist, völlig aus.
Darüber hinaus hilft, wie auch beim Menschen, die Inhalation. Hierzu
steckt man das Tier in den Kernel (Tragebox) und stellt eine Schale
heißes Wasser davor. Mit einem Tuch alles abgedeckt sollte es ca. 10 Min
(2x täglich) inhalieren. Falls es jedoch mit der Situation nicht zurecht
kommt und in Panik gerät, sollte man dies besser lassen. In schweren
Fällen ist auch hier ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich. |
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Krankheiten
des Verdauungsapparates
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Absterben von
Eckzähnen:
Ab dem 3. Lebensjahr verfärben sich die
Zähne, sie werden dunkler und glasig. Dies macht dem Frettchen
nichts aus und beeinträchtigt sie überhaupt nicht. Bereitet aber
ein Zahn Schmerzen oder ist das Zahnfleisch entzündet, muss der Zahn gezogen
werden. Falls man jetzt auf die Idee kommen sollte, bissige Tiere einfach zum
Zahnarzt zu schicken, damit das Beißen wenigstens nicht mehr so weh tut,
der sollte sich mal mit dem Tierschutzgesetz befassen, denn dies ist
nicht erlaubt! |
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Zahnstein:
Frettchen, die vornehmlich mit
weichem Dosenfutter gefüttert werden, neigen zu Zahnstein. Bei starkem
Befall kann es zu Entzündungen und Vereiterungen kommen. Zur Vorbeugung
sollte man festes Futter geben, denn dies reinigt beim Kauen die Zähne
der Frettchen.
Bei einem leichten Befall reicht oft der Fingernagel, bei starkem Befall
lediglich der Ultraschall-Einsatz unter Narkose. |
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Analdrüse:
Diese dürfen nur bei einer
krankhaften Veränderung entfernt werden, dieser Fall tritt aber nur sehr
selten auf. Ist die Analdrüse mal stark gefüllt, kann es nötig werden,
die Drüse von einem Arzt ausdrücken zu lassen (kein Arzt macht das, wenn
es nicht wirklich notwendig ist). |
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Aujeszky-Virus:
Diese Krankheit beginnt mit
Mattigkeit und Futterverweigerung. Sie kann nach Fütterung von rohem
Schweinefleisch auftreten. Deshalb besteht absolutes Verbot für
Schweinefleisch. Die Krankheit würde übrigens immer tödlich verlaufen und nach ca. 24
Stunden eintreten. |
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