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Dieser Beitrag stammt von
Karin Seidl
(Tierheilpraktikerin) in 71563 Affalterbach/Württ. |
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Homöopathie ist eine spezifische und individuelle
Behandlungsmöglichkeit, die davon ausgeht, dass eine Substanz, die in
einem Menschen oder Tier Symptome einer Krankheit hervorruft, auch
zur Behandlung dieser eingesetzt werden kann. Ziel der Homöopathie
ist die Anregung der Selbstheilungskräfte des Organismus. Die
klassische Homöopathie bietet ungeahnte Möglichkeiten in der
Therapie sowohl akuter als auch chronischer Krankheiten. Bei
fachgerechter Anwendung sind die Möglichkeiten weitaus größer als
bei “schulmedizinischen” Methoden. Leider wird aber die Homöopathie
oft mit anderen Therapieverfahren verwechselt und viel unter diesem
Namen verkauft, was mit Homöopathie nichts zu tun hat. Das
wichtigste Merkmal der Homöopathie ist die gezielte Arzneimittelwahl
mit Hilfe der Ähnlichkeitsregel, die sich nach den individuellen
Krankheitszeichen und Persönlichkeitsmerkmalen des Tieres richtet.
Ähnlichkeitsregel bedeutet, ausschlaggebend für die Wahl des
homöopathischen Arzneimittels ist immer die Ähnlichkeit zwischen dem
Krankheitsbild des Patienten und dem Arzneimittelbild des Homöopathikums. Das “Aussuchen” des passenden Heilmittels dauert
manchmal etwas länger, doch dafür sind die Resultate gerade bei
Tieren meist überraschend
gut. |
Woraus und wie werden
homöopathische Arzneimittel hergestellt? |
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Homöopathika werden aus
tierischen, pflanzlichen und mineralischen Ausgangsstoffen
hergestellt. Bekannte pflanzliche Mittel sind z.B. Arnika,
Belladonna (Tollkirsche) oder Pulsatilla (Küchenschelle). Tierische
Homöopathika stammen unter anderem von der Biene (Apis) oder vom
Tintenfisch (Sepia). Calcium (Kalk) oder Silicea (Kieselsäure)
kommen in Mineralien vor. |
Unter potenzieren versteht der Homöopath verdünnen. Die ursprüngliche
Substanz (Ursubstanz oder Urtinktur) wird nach präzisen festgelegten
Regeln stufenweise verdünnt. Je nach Verdünnungsstufen unterscheidet man
verschiedene Potenzen. |
Wie werden homöopathische
Arzneimittel dargeboten? |
Ausgangsstoffe für Dilutionen (flüssige homöopathische Arzneimittel)
sind verschiedenste Lösungen und Urtinkturen. Aus flüssigen und festen
Zubereitungen können weitere Dareichungsformen wie Streukügelchen,
Tabletten, Einreibungen, Salben, Augen- und Nasentropfen etc. hergestellt
werden. Die einfachste Dareichungsform für Tiere stellen Tabletten oder
Globuli (Streukügelchen) da. Sie sind in jeder beliebigen Potenz
erhältlich. |
Wie werden Homöopathika dosiert? |
Die richtige Dosierung und Häufigkeit der Anwendung ist gerade bei der
Homöopathie ein schwieriges Kapitel. Als Leitlinie gilt:
Je
gröber, je akuter die Erkrankung, desto häufiger die Gaben (max. 5x
täglich). Je feiner das Symptomenbild, je chronischer der Zustand,
entsprechend seltenere Anwendung (2x täglich) . Grundsätzlich gibt es
keine bindende Regel für die anzuwendende Potenzhöhe, da die Reizbarkeit
und die individuelle Ansprechbarkeit des Organismus mit berücksichtigt
werden müssen. Als Richtwert gilt: 1 - 3x täglich 5 - 10 Tropfen oder 1Tablette oder 5-10 Globuli. Zu beachten ist jedoch, dass mit steigender
Potenz zwar der Arzneimittelgehalt abnimmt, aber die Stärke der Wirkung
zunimmt. Bei Nachlassen der Beschwerden die Gaben reduzieren, beim
Verschwinden absetzen. |
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Erstverschlimmerung - das
falsche Homöopathikum? |
Nein - ganz im Gegenteil. Die Wahl der richtigen homöopathischen Arznei
kann gelegentlich die aufgetretenen Krankheitssymptome noch verstärken.
Gerade diese Erstverschlimmerung ist ein Beweis für die richtige Wahl und
damit positiv zu bewerten. |
Wann kann man homöopathische
Arzneimittel einsetzen? |
Hier gilt derselbe Grundsatz wie bei allen anderen Naturheilverfahren:
Sie können nur dort wirken, wo Vorgänge gestört, aber nicht zerstört sind.
Gesundheit ist durch ungestörte Regelvorgänge gekennzeichnet. Jede
Krankheit beginnt mit einer Veränderung dieser Vorgänge. Die
Einsatzgebiete der Homöopathie sind vielfältig und reichen von der
einfachen Wundbehandlung, Abwehrsteigerung, schmerzhaften Entzündungen,
über Behandlung ansteckender Erkrankungen bis hin zur
Schockbehandlung. |
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