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Obwohl Frettchen eigentlich
sehr robuste Tiere sind, gibt es dennoch einiges zu beachten. Die
Vorbeugung oder noch besser die Vermeidung ist die wichtigste Maßnahme zur
Ersten Hilfe.
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Das einfache Hochheben oder
Festhalten der Frettchen - immer nur mit beiden Händen - will gelernt
sein. |
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Wenn Frettchen erkranken,
gibt es in der Regel nur sehr vage Symptome, die oftmals viel zu spät
erkannt werden. |
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Im Zweifelsfall sein Tier
immer dem Tierarzt vorstellen. |
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Allgemeine Anzeichen sind z.B.
kurze Spielzeiten, längere Schlafphasen, vermehrter Durst,
Appetitlosigkeit, Fellausfall, Durchfall, weniger Kot, um nur einige
Krankheitszeichen zu nennen.
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Einem Besitzer, der sein
Frettchen gut kennt und es am Tag öfters um sich hat, werden diese
Verhaltensänderungen in der Regel auffallen.
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Frisches Futter, sowie immer
frisches Wasser, sollte dem Frettchen direkt oder in unmittelbarer Nähe
stehend gereicht werden. Nippelflaschen eignen sich dazu nicht unbedingt,
da ein schwaches Tier es oftmals nicht erreichen kann.
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Merke: Ein Frettchen, was nicht trinkt -
frisst auch nicht!
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Zur Ablenkung beim
Krallenschneiden, Ohrenputzen, Fiebermessen, Medikamentengabe, haben sich
“Leckerli” oder Vitaminpaste gut bewährt.
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Nachfolgend einige
Beispiele: |
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Eingerissene Kralle |
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Die Kralle mit einem
Nagelknipser an der
Rissstelle abknipsen und die Kralle abdrücken. Eine evtl. Blutung
nicht ständig betupfen, sie hört nach einiger Zeit von selbst wieder
auf. |
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Gefahrenquellen
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Frettchen spielen oftmals mit sowie in sehr
außergewöhnlichen Dingen, wie z.B. Spülmaschine, Waschmaschine,
Trockner, Truhen, hohe Kannen oder auch volle Gießkannen, dieses kann
tödlich enden! Also lieber immer alles doppelt und dreifach vor dem
Gebrauch kontrollieren. Des weiteren sind gekippte Fenster oder
angelehnte Türen, die durch Zugluft zuschlagen können, wegen der
Klemmgefahr zu erwähnen. |
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Ist dennoch mal ein Tier eingeklemmt oder
verletzt, ist Vorsicht geboten. Denn die Tiere reagieren mit Panik
und Angst und können auch seinen Besitzer ordentlich beißen. Darum
empfiehlt es sich, mit einem Handtuch sein Tier zu ergreifen. |
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Verletzungen |
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Offene Verletzungen am Besten mit
Betaisodona- Lösung
(in der Apotheke erhältlich) beträufeln. Niemals Watte oder Mull auf
die offenen Wunden verwenden. Und danach am besten ab zu einem
Tierarzt! |
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Verbrennungen |
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Sofort mit kaltem Wasser oder Eiswürfel eine
Zeit lang kühlen. |
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Zahnbelag und
Zahnstein |
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Bereits im ersten Lebensjahr kann es zu
schmierigem Zahnbelag kommen. Was später zu Zahnfleischentzündung
und Zahnstein führen kann. Gefördert wird dies durch Bananen,
Katzenmilch oder zuckerhaltiges Futter. Das heißt, also nicht
regelmäßig zur Fütterung bereitstellen. Trockenfutter sowie
Frischfleisch in Brocken beugen diesem Übel vor. |
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Fremdkörper im Maul |
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Dabei versucht das Frettchen mit seiner Pfote
ins Maul zu greifen um evtl. vorhandenes Futter zu entfernen. Die
gleiche Reaktion zeigen sie aber auch bei vorhandener Übelkeit! |
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Übelkeit |
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Es äußert sich nicht nur - wie oben schon
erwähnt - in dem sich das Tier mit der Pfote ins Maul greift, sondern
auch durch Unruhe, Maulreiben und kräftiges Teppich scharren.
Erbrechen die Tiere, haben sie meist Untertemperatur. Durch eine
kleine Menge an Cortison und danach mit einem Babybrei angereicherte
Elektrolytlösung, die ca. alle 2 Stunden verabreicht werden muss, kann
das Erbrechen behoben werden, solange kein Fremdkörper vorhanden ist.
Doch dieses zu beurteilen ist Aufgabe des Tierarztes. |
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Durchfall |
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Tritt der Durchfall nur 1-2 mal auf, ist es für
das Frettchen kein Problem, solange es sich normal verhält. Man sollte
es jedoch genau beobachten. Da die Tiere sehr schnell austrocknen,
sollte man auf keinen Fall das Futter entziehen. Denn die Frettchen
bekommen bei nicht Fressen oder Futterverweigerung wässrigen
Durchfall! Dauert es allerdings länger an, sollte man einen Tierarzt
zur Hilfe ziehen, denn es könnte auch ein Anzeichen für einen
verschluckten Fremdkörper sein. |
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Fremdkörper im
Magen/Darm |
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Gummi, Stückchen vom Luftballon - der geplatzt
ist, Ohrstöpsel oder Plastikteile die im Darm landen, können zu einem
Darmverschluss führen, das einen OP nach sich führt. Die Symptome
davon sind winzige Mengen schleimigen Kots, Erbrechen und
Untertemperatur. Frettchen spielen liebend gerne mit vollem Eifer mit
diesen Dingen, ist auch nichts gegen einzuwenden, aber nur unter
strenger Aufsicht! |
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Vergiftungen |
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Bei Verdacht auf eine Vergiftung (Waschmittel,
Putzmittel, Medikamente etc.) muss umgehend der Tierarzt aufgesucht
werden, damit er das richtige Gegenmittel spritzen kann. Dazu ist es
erforderlich, die Verpackung oder Substanz mitzunehmen. |
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Hitzschlag |
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Frettchen können nicht schwitzen und sind somit
sehr empfindlich gegen hohe Temperaturen. Das kommt dadurch, dass ihre
Schweißdrüsen nicht gut entwickelt sind. Häufiges Hecheln, apathisches Verhalten und rote, trockene Schleimhäute können Symptome einer
Überhitzung sein. Wenn dieses der Fall ist, sollte man das Frettchen
sofort in eine kühlere Umgebung bringen. Ganz langsam und vorsichtig
sollte man sein Tier mit den Hinterbeinen zuerst in eine Wanne mit
lauwarmen Wasser setzen. Umgehend ist der Tierarzt aufzusuchen, denn
ein Hitzschlag kann tödliche Folgen haben! Der Käfig darf auf keinen
Fall in der prallen Sonne stehen. Auch bei Außenhaltung auf dem Balkon
oder Terrasse ist mit einer Markise äußerste Vorsicht geboten.
Dadurch, dass sich die Hitze darunter staut, entstehen evtl.
Ammoniakgase. Am besten ist es, die Käfige an einem schattigen Platz
aufzustellen. Schwüle Luft, jedoch keine Abkühlung entsteht, wenn
der Besitzer meint, er müsste nasse Tücher anbringen. Da ist es
besser, man verwendet eine Wanne mit Wasser, indem sich die
Frettchen abkühlen können. Noch sinnvoller ist es, seine Fellnasen mit
in die kühlere Wohnung zu nehmen. |
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Unterkühlung |
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Das Frettchen in warme Tücher oder Decken
wickeln. Man kann auch eine Wärmeflasche benutzen, jedoch
unbedingt darauf achten, dass die Wärmeflasche mit einem Handtuch oder
ähnlichem umwickelt ist, um eine Verbrennung zu vermeiden. |
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© Text - Christine Schrot aus
Ludwigsburg-Ossweil |
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