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Der Zobel (Martes zibellina)
(vom russischen Sobol)
ist eine Raubtierart aus der Gattung
der Echten Marder
(Martes), der eng mit dem auch in Mitteleuropa heimischen Baummarder
verwandt ist. Er ist hauptsächlich in der asiatischen Taiga beheimatet und
vor allem aufgrund seines Pelzes bekannt. |
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Der Körperbau |
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Der Körperbau der Zobel ist
wie bei vielen Mardern durch den lang gestreckten, schlanken Rumpf und
die eher kurzen Gliedmaßen charakterisiert. Die Färbung ihres Felles
variiert von graubraun bis dunkelbraun, bei vielen Tieren ist ein
grauer oder gelber Kehlfleck vorhanden. Das Winterfell ist
ausgesprochen lang und seidig, während es Sommer kürzer, rauer und
dunkler wird. Zobel erreichen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 56
Zentimeter, der buschige Schwanz wird 11 bis 19 Zentimeter lang. Ihr
Gewicht beträgt 0,7 bis 1,8 Kilogramm, wobei die Männchen um einiges
schwerer werden als die Weibchen. |
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Das
Verbreitungsgebiet und der Lebensraum |
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Das ursprüngliche
Verbreitungsgebiet des Zobels umfasste weite Teile des nördlichen
Eurasiens. Es reichte von Skandinavien und Polen über Russland, die
Mongolei und China bis zur Insel Sachalin, Nordkorea und der
japanischen Insel Hokkaidō. In Teilen ihres Verbreitungsgebietes sind
sie verschwunden, so kommen sie heute nicht mehr westlich des
Uralgebirges vor. Ihr Lebensraum sind Wälder, vorwiegend Nadelwälder,
sie halten sich meist in der Nähe von Gewässern auf. Zobel leben auch
im Bergland, meiden unbewaldete Gebirge allerdings. |
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Die Lebensweise |
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Zobel halten sich vorwiegend am Boden auf und gehen auch da auf die Jagd. Sie
errichten in ihrem Revier mehrere Nester, meist in hohlen Baumstämmen, in
Erdspalten oder unter Baumwur-zeln, die sie mit trockenen Pflanzen oder Haaren
auspolstern. Sie können sowohl am Tag als auch in der Nacht auf Nahrungssuche
gehen. Bei sehr kaltem Wetter halten sie sich oft mehrere Tage in ihrem Nest
auf, manche Tiere wandern auch in wärmere oder tiefergelegenere Regionen ab. Wie die meisten Marder leben sie einzelgängerisch. Ihr Revier, das meist
mehrere hundert Hektar groß ist, wird vehement gegen gleichgeschlechtliche
Artgenossen verteidigt, die Territo- rien von Männchen und Weibchen können sich
aber großflächig überlappen. |
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Die Nahrung |
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Zobel sind Allesfresser, den Schwerpunkt ihrer Nahrung machen allerdings
Kleinsäuger wie Mäuse, Erdhörnchen, Eichhörnchen und Pfeifhasen
aus. Daneben erbeuten sie auch Vögel und deren Eier und andere
Wirbeltiere, auch Fische. In Mangelzeiten fressen
sie auch Pflanzen, wie Nüsse und Beeren. |
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Die
Fortpflanzung |
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Die Paarungszeit liegt zwischen Juni und August, aufgrund einer Keimruhe
verzögert sich jedoch die Einnistung monatelang. Die eigentliche Tragzeit dauert
nur rund einen Monat. Im April oder Mai bringt das Weibchen dann meist drei oder
vier Junge zur Welt. Das Männchen unterstützt manchmal das Weibchen bei der
Jungenaufzucht, indem es ihr Revier verteidigt oder sie mit Nahrung versorgt.
Neugeborene Zobel sind nackt und blind, sie öffnen die Augen nach rund einem
Monat, verlassen kurz darauf erstmals das Nest und werden mit sieben Wochen
entwöhnt. Die Geschlechtsreife erreichen sie zu Beginn des zweiten Lebensjahres.
Das Höchstalter dieser Tiere beträgt fünfzehn Jahre. |
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Der Zobel und
der Mensch |
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Bekannter als das Tier, das sich hinter dem Namen Zobel verbirgt, ist oft
sein Pelz, der über
Jahrhunderte als eines der wertvollsten Felle gehandelt wurde. Durch die
exzessive Jagd wurde der Zobel in Skandinavien frühzeitig ausgerottet und wurde
auch in Russland immer seltener. Durch
Schutzmaßnahmen, die von den Behörden der Sowjetunion initiiert worden
waren, wurde der Zobel östlich des Ural bis 2000 wieder so
häufig, wie er es im 17. Jahrhundert gewesen war. Heute existieren Zobelfarmen,
so dass der unkontrollierte Abschuss nicht mehr stattfinden muss. |
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Bilder vom Zobel |
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findet ihr, wenn man
H I E R draufklickt! |
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Literaturhinweis |
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Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN:
0801857899
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Weblinks |
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–
Martes zibellina in der Roten Liste
gefährdeter Arten der IUCN 2007. Eingestellt von: Mustelid
Specialist Group, 1996. Version vom 9. Mai 2006 |
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