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Der Baummarder oder
Edelmarder (Martes martes) ist eine Raubtierart aus der Gattung der
Echten Marder innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae). Er lebt in
Europa und Westasien und ist ein Waldbewohner. Anders als sein
Verwandter, der Steinmarder, folgt der Baummarder dem Menschen nicht in
die Nähe der Siedlungen. |
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Der
Körperbau |
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Das Fell des Baummarders ist
kastanien- bis dunkelbraun gefärbt, der Kehlfleck ist gelblichbraun und
nach unten abgerundet und nicht wie beim Steinmarder weiß und gegabelt.
Das Winterfell ist lang und seidig, im Sommer sind seine Haare kürzer
und rauer. Wie viele Marder hat er einen lang gestreckten Körper mit
relativ kurzen Beinen, die Sohlen sind stark behaart. Der Schwanz ist
relativ lang und buschig, er dient als Gleichgewichtsorgan beim Klettern
und Springen. Der Kopf ist durch die dreieckigen, gelb geränderten Ohren
charakterisiert, die Nase ist im Gegensatz zum Steinmarder dunkel. Die
Kopfrumpflänge dieser Tiere beträgt 45 bis 58 Zentimeter, der Schwanz
wird 16 bis 28 Zentimeter lang und ihr Gewicht beträgt 0,8 bis 1,8
Kilogramm. Männchen werden bis zu 30% schwerer als Weibchen. |
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Das
Verbreitungsgebiet und der Lebensraum |
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Baummarder sind in weiten
Teilen Europas und Westasiens beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht
von den Britische Inseln bis in das westliche Sibirien, im Süden bis zu
den Mittelmeerinseln und im Südosten bis zum Kaukasus und dem
Elbursgebirge. Er fehlt auf Island, dem nördlichen Skandinavien und
Teilen der Iberischen Halbinsel. Sein Lebensraum sind Wälder, vorwiegend
Laub- und Mischwälder. Manchmal lässt er sich auch in großen Parkanlagen
blicken. Im Gebirge findet man ihn bis zur Baumgrenze. |
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Die
Lebensweise |
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Baummarder sind im stärkeren
Ausmaß als andere Vertreter der Echten Marder Baumbewohner. Sie können
sehr gut klettern und springen, wobei sie bis zu 4 Meter überwinden
können. Sie legen in ihrem Revier einige Nester an, vorrangig in
Baumhöhlen, manchmal aber auch in verlassenen Eichhörnchenkobeln oder
Greifvögelnestern. In diese Ruheplätze ziehen sie sich tagsüber zurück,
in der Dämmerung und der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche.
Es sind territoriale Tiere, die ihr Revier mit dem Sekret ihrer Anal-
und Abdominaldrüsen markieren. Gegenüber gleichgeschlechtlichen
Artgenossen verteidigen sie ihre Reviergrenzen, das Territorium eines
Männchens kann sich aber mit dem mehrerer Weibchen überlappen. Die
Reviergröße ist sehr variabel, die der Männchen sind aber stets größer
als die der Weibchen. Auch jahreszeitliche Unterschiede lassen sich
beobachten, so sind die Territorien im Winter um bis zu 50% kleiner als
im Sommer. |
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Die
Nahrung |
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Baummarder sind Allesfresser,
bevorzugen jedoch kleine Säugetiere (zum Beispiel Wühlmäuse und
Eichhörnchen) sowie Vögel und deren Eier. Sie nehmen aber auch
Reptilien, Frösche, Schnecken, Insekten und Aas zu sich. Früchte, Beeren
und Nüsse können insbesondere im Spätsommer und Herbst einen Teil ihrer
Nahrung ausmachen. Seine Beute tötet er durch einen Biss in den Nacken,
im Spätsommer und Herbst legt er auch Nahrungsvorräte für die kalte
Jahreszeit an. |

Baummarder jagt Eichhörnchen,
Zeichnung von Walter Heubach |
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Die
Fortpflanzung |
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Die Paarung erfolgt im
Hochsommer, aber die Tragzeit wird durch eine Verzögerung der
Keimentwicklung meist so weit hinaus geschoben, dass die Jungen erst im
April zur Welt kommen. Ihre Entwicklung gleicht dem Steinmarder: Junge
Baummarder sind bei der Geburt etwa 10 Zentimeter lang. Meistens
befinden sich drei Junge im Wurf. Sie bleiben acht Wochen lang im Nest,
bevor sie umherzuklettern beginnen. Mit 12 bis 16 Wochen sind sie
selbstständig, bleiben aber manchmal noch bis zum nächsten Frühling in
der Nähe der Mutter. Im zweiten Lebensjahr, mit rund 14 Monaten, werden
sie geschlechtsreif, pflanzen sich aber oftmals erst im dritten
Lebensjahr das erste Mal fort. Baummarder können bis zu sechzehn Jahren
alt werden, sterben aber in freier Wildbahn meistens vor dem zehnten
Lebensjahr. |
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Bilder
vom Baummarder |
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findet ihr, wenn man
H I E R draufklickt! |
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Der
Baummarder und der Mensch |
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- Die Bezeichnung „Edelmarder“
stammt daher, dass sein Pelz früher weitaus begehrter war als der des
Steinmarders. Durch die Pelzjagd ist die Art gebietsweise selten
geworden, aufgrund ihres relativ großen Verbreitungsgebietes zählt sie
aber noch nicht zu den bedrohten Arten. Problematisch ist jedoch der
Umstand, dass die Art große, gut strukturierte Waldflächen benötigt,
weshalb sie aus vielen Gegenden verschwunden ist. |
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- Da es schwierig ist, Baummarder artgerecht zu halten werden diese
Tiere nur selten in Zoos gezeigt. Die einzige europäische Freianlage
mit Baummardern befindet sich im
Otter-Zentrum im niedersächsischen
Hankensbüttel. Dort können zwei Baummarder in ihren Gehegen von einer Galerie aus beim Klettern in den Bäumen beobachtet werden.
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- Eine größere Gruppe von Baummardern befindet sich im Alpenzoo
in Innsbruck, wo unter Anderem auch Nachzucht betrieben wird. |
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Weblinks |
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