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Die Länge des Frettchenschädels ist fast zweimal so lang, wie er breit
ist. |
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Es fehlen dem Schädel Nähte, so besteht dieser als ein individueller
(einzelner) Knochen. |
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Im Vergleich mit
den meisten Säugetierschädeln sind die der Frettchen außerordentlich lang.
Dieser lange Schädel ermöglicht es dem Frettchen, kräftig zuzubeißen. Es
hilft ihm offensichtlich bei der Tötung seiner Beutetiere, wie auch die
Anwesenheit der scharfen Zähne der Frettchen an der Vorderseite des
Schädels. Außerdem ermöglichen der lange Schädel des Frettchens und dessen
stromliniger Körper, dem Frettchen Kaninchenbauten zu durchlaufen. |
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Der knöcherne Schädel des Frettchens ist kleiner, gedungener und wirkt
etwas rundlicher, als der Schädel des Marders. |
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Es ist auffällig, dass der Hirnschädel hinter den Augenhöhlen
stark eingeschnürt ist. Diese Schädelverengung kann als Folge der
Domestikation angesehen werden, die aber über Abstammungsverhältnisse
nichts aussagt. HERTER (1959) vermutet, dass diese Einschnürung des
Hirnschädels sich im Laufe der postembryonalen Entwicklung ausbildet. |
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Der Fang (Fangzähne oder Reißzähne) selbst ist gegenüber dem
Gesichtsschädel kaum abgesetzt, sodass der Kopf im Profil als kurzer Kegel
erscheint, der nach vorne hin spitz ausläuft. |
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Da im
Halsbereich nur eine Zentralarterie angelegt ist, können sie ihren
Kopf um fast 180° drehen. |
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Ihre kurzen,
abgerundeten und dreiseitige Ohren liegen leicht am Schädel an und stehen
nicht ab, wie es zum Beispiel beim Meerschweinchen oder dem Kaninchen der
Fall ist. Die Ohrmuscheln weisen eine deutliche Ohrtasche auf.
Diese Ohrtasche findet man bei allen Mustelidae als so genannte
"Marderfalten".
Die rundlichen Ohren ragen nur ein wenig über das Fell hinaus und weisen
immer viele, aus Hautfalten gebildete Nischen auf, über deren Bedeutung
ist nicht viel bekannt, es lässt aber auf ein gutes Hörvermögen schließen. |
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Der Rest des Schädels von
Frettchen wird aus dem Scheitelbein (parietal) zusammengesetzt. Das bedeckt das Gehirn und ist die Region, wo die
Augenhöhlen und Ohren sind. Eine ungewöhnliche Eigenschaft des
Frettchen-Schädels ist die Anwesenheit eines knochigen Überdeckens
des mittleren Ohrs bekannt als die "Gehörblase". Diese Bedeckung
schützt nicht nur das Ohr, es verbessert auch das Hören.
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