|
                   
|
|
 |
Teile des
Frettchenauges |
 |
|
|
Die
Augen des Frettchens sind dem des Menschen sehr ähnlich. Auf der
Außenseite sieht man eine "Augenbraue" die sich aus acht starken und
langen Tasthaaren zusammensetzt. Sie helfen dem Frettchen
Gegenstände
zu ertasten, die von oben Einfluss auf das Auge haben könnten (wie
zum Beispiel Fremdkörper). Menschliche Augenbrauen sind viel kürzer,
weil wir unsere Wimpern für den Augenschutz benutzen. Frettchen
dagegen haben extrem kleine Wimpern, weil sie für den Augenschutz
die langen Tasthaare haben. |
|
Im Augenwinkel befindet sich der Rand der so genannten Nickhaut (das
inneres Augenlid). Frettchen haben ein Außenaugenlid, welches die
Sklera (Lederhaut- weiße Teil des Auges) zum größten Teil so
abdeckt, das man nur die Iris (Regenbogenhaut) und die Pupille
(Öffnung der Iris) sehen kann. Die Iris und die Pupille sind
gewöhnlich so dunkel, dass nur schwer ein Unterschied zu sehen ist.
Die Schutzhülle über der Iris und der Pupille ist die Hornhaut.
Licht geht durch die klare Hornhaut und die Linse und scheint auf
die Rückseite vom Auge, welches die Netzhaut ist. Die
lichtempfindlichen Elemente der Netzhaut des Auges, genannt Stäbchen
und Zapfen, übermitteln Informationen an den Sehnerv und an das Gehirn.
Das ist der Grund dafür wie Frettchen (und Menschen) sehen. |
|
Die Augen sind
nach vorne gerichtet. Dies ist für Beutegreifer wichtig, weil damit
die Zone des binokularen- plastischen- Sehens größer wird. Tiere
die auf Feindvermeidung ausgerichtet sind, haben die Augen
seitlich. Der Augenhöhlenring des Schädels ist nicht geschlossen. |
 |
Die Farben des
Frettchenauges |
 |
|
Die Iris eines Frettchens ist gewöhnlich dunkelbraun |
 |
(für ein Iltisfrettfrettchen), |
|
burgunderfarben |
 |
(für dunkeläugige weiße Frettchen, Harlekine, Badger, oder Pandas),
oder |
|
rot |
 |
(für Albinofrettchen). Bei seltenen Gelegenheiten wird ein
Frettchen blaue Augen haben |
|
 |
(gewöhnlich ist es dann ein Badger- Frettchen). |
Die roten Augen des Albinos sind nicht wirk- |
|
lich rot; sie sind tatsächlich klar und haben
überhaupt kein Pigmente |
 |
, so ist die ro- |
|
te Farbe die man sieht, das Zirkulieren des Blutes. Ähnlich ist es bei den burgunder-
oder prei-selbeerfarbigen Augen des dunkeläugigen weißen Frettchens,
dort ist nur ein Pigment vorhanden, so sieht man also eine
Kombination der braunen Färbung und des roten zirkulierenden Blutes. |
 |
Kann mein
Frettchen Farben sehen? |
 |
|
|
Die Forschung
über wilde Iltisse hat gezeigt, dass Iltisse rot und blau
unterscheiden können, und wahrscheinlich gelbes und grünes ebenso
sehen können. |
|
Jedoch hat die
Evolution des domestizierten Frettchens dessen Fähigkeit reduziert,
Farben zu sehen. Durch mehrere Forschungsstudien ist man zu dem
Schluss gekommen, dass die Frettchen nur im Stande sind rot zu sehen,
alles andere ist grauer Schatten. |
|
Das ist nicht
überraschend, weil das Frettchen weniger auf das Sehvermögen
vertraut, als auf die anderen Sinne, und Farbe ist kein wichtiger
Faktor beim Sehen in schwachen Lichtbedingungen. So müsst Ihr Euch
keine Sorgen machen, beim Auswählen der Lieblingsfarbe für die
Hängematte Eures Frettchens! |
|
Quelle:
SEEING IS BELIEVING: FERRETS’ EYES AND VISION,
by Erika Matulich,
Ph.D., Volume 1, Number 4, July / August 1998, Übersetzung von Silke
Thate |
|
|